
Donots live @ Schlachthof Wiesbaden // 22-04-2023 © by Nancy Nern
Geschrieben von Nancy Nern // Fotos by Nancy Nern.
Schlachthof Wiesbaden // 22.04.2023.Endlich durften wir vom Hellfire Magazin wieder zu Gast im Schlachthof Wiesbaden sein. Die DONOTS luden ein zum doppelten Konzert Vergnügen. Gegen 14 Uhr kamen wir an und waren erstmal eine Weile mit der Suche nach einem geeigneten Parkplatz beschäftigt. Das tat der Vorfreude aber überhaupt keinen Abbruch, da wir direkt auf Gleichgesinnte trafen. Nachdem der passende Platz gefunden und der Parkautomat gefüttert war, ging es aufgeregt in Richtung Schlachthof. Leider war das letzte Konzert für uns persönlich dort, noch vor Corona. Umso schöner war das Gefühl, die Location endlich wieder betreten zu können und dort bekannte Gesichter zu treffen. Die nettesten Angestellten und die freundlichste Security gibt es nämlich definitiv im Schlachthof! (Danke dafür!)
Unglücklicherweise haben wir den ersten Auftritt der Vorband AKNE KID JOE verpasst und starteten so direkt mit den Donots. Mit dabei hatte ich meine Schwester, die ein großer Fan der Donots ist, sie aber noch nie live gesehen hat. Die Begeisterung und Vorfreude in ihrem Gesicht waren Gold wert. In der ganzen Halle lag eine friedliche und fröhliche Euphorie, die man so wohl nur auf Donots Konzerten findet. Überall strahlende Gesichter und „Donots-Party-Hütchen“.
„Heute ist ein guter Tag!“ (Titel des aktuellen Albums und auch der Tour) stand auf einem riesigen Backdrop, mit dem die Bühne abgehängt war. Kurz nach 15 Uhr war es dann endlich soweit und der riesige Vorhang fiel zum Intro. HU!HA! Die Donots waren da und mit „Auf Sie mit Gebrüll“ startete der kollektive Wahnsinn. Es ist unbeschreiblich wie sehr Band und Publikum miteinander agieren und sich übereinander freuen. Immer und direkt ab der ersten Sekunde. Es scheint fast so, als würden sie jeden einzelnen Besucher persönlich von der Bühne aus begrüßen und auch erreichen. Und so dauerte es gar nicht lang und Frontman Ingo bemerkte ein Schild auf dem stand: „Ist heute ein guter Tag um mit Euch Dead Man Walking zu spielen?“ also lud er den Träger des Schildes (Emil) zu sich auf die Bühne ein und Schlagzeuger Eike hatte für einen Song Pause. Emil durfte „Dead Man Walking“ zusammen mit dem Rest der Bande performen. Was soll ich sagen! Emil hat die Drums so dermaßen geil gespielt. Eike wasn´t missing.
Jeder Anwesende hat sich mit Emil gefreut. Was ein unbeschreiblich schönes Gefühl muss das für ihn gewesen sein?!
Etwas später fiel den Jungs auf, wie viele Kinder da eigentlich auf den Schultern der Eltern saßen und die ehrliche Freude darüber war ihnen anzumerken. Also luden sie spontan wie sie nun mal sind, die Kids kurzerhand ein, zu Ihnen auf die Bühne zu kommen. Ich glaub, sie waren etwas überrascht als der Strom der Kinder gar nicht abebben wollte. Zack! War die Bühne mit kleinen Nachwuchsrockern gefüllt und Ingo sang mit Ihnen „Feuerwehrmann Sam“. Das ging voll ins Herz. Im Anschluss daran durften die Kleinen mit der Band „Kometen“ auf der Bühne feiern, was sie auch ausgiebig taten. Ein toller und unvergesslicher Moment. Das hatte nichts von: „Geil! Die nächste Generation, die unsere Sachen kauft!“ Nein! Das war ganz ehrliche Freude darüber, dass hier kleine Menschen stehen, die die richtigen Werte vermittelt bekommen und später diese ebenfalls in die Welt tragen. Hoffnung für die Menschheit! <3
Nachdem alle Kids wieder bei ihren Eltern waren ging es weiter im Programm und der Wahnsinns Setlist. Nachdem dann die letzten Takte von „So Long„, der 2. und finalen Zugabe, verklungen sind; konnten Band und Publikum in die wohlverdiente Pause geschickt werden. Viele Besucher hatten sowohl Mittags- als auch Abendkarten. Das 60/40, die Gaststätte direkt neben dem Schlachthof, hatte ganz schön zu kämpfen, dem Ansturm in der Pause gerecht zu werden. Zwischenzeitlich war sogar Küchenstopp aber zu trinken gab es (Gott sei Dank) immer.
Nach einer sehr guten Pizza und hessischen Tapas war es dann auch recht schnell soweit und das Abendkonzert stand in den Startlöchern. Dieses Mal konnten wir dann auch den Support „Akne Kid Joe„, eine deutschsprachige Punkband aus Nürnberg erleben. Hier empfiehlt es sich mal genau hinzuhören. Die 4 Musiker*innen haben nämlich ordentlich was zu sagen.
Als dann die Donots die Bühne betraten, war zu keinem Zeitpunkt spürbar, dass sich ein Großteil des Publikums und Band bereits zum 2. Mal an diesem Tag sahen. Band und Fans stand die Freude, wie auch bereits am Mittag, ins Gesicht geschrieben. Es wurde gefeiert als gäbe es keinen Morgen mehr. Emil durfte nochmal ans Schlagzeug und Eike währenddessen ein Bad in der Menge genießen. Nur die Kinder, die haben gefehlt. Dafür hab ich zum ersten Mal einen Dino gesehen, der eine Karate Banane fressen wollte! Gibt es nicht?! Und ob! Die können sogar Crowdsurfen.Was besonders bei einem TRex echt witzig anzuschauen ist. Was Dino und Banane können, kann Ingo aber schon lange. Also sprang er kurzerhand und in Jackass Manier auf einen Schlitten und ließ sich damit von den Fans tragen. So der Plan. Hat leider nicht lange funktioniert. Kurzzeitig sah es aus, als würde Ingo zu Origami gefaltet werden. Aber der Schlitten und er kamen wieder zur Bühne zurück. Man munkelt, das kufige Gefährt mit weniger Kratzern als er!
Leider ist irgendwann auch die mega lange Setlist der Donots abgefeiert und die letzte Runde vorbei. Müde aber unendlich glücklich ging es wieder Richtung Heimat. O-Ton Schwester: „Ich fühl mich wie durchgenudelt!“
Ein dickes Dankeschön an die Donots für diesen Höllenritt und an den Schlachthof Wiesbaden, dass wir vom Hellfire an beiden Konzerten teilnehmen durften! Bis zum nächsten Mal

Donots live @ Schlachthof Wiesbaden // 22-04-2023 © by Nancy Nern
Setlist Donots:
- Intro (Heut ist ein guter Tag)
- Auf sie mit Gebrüll
- Calling
- Keiner kommt hier lebend raus
- Hunde los
- Dead Man Walking
- Apokalypse Stehplatz Innenraum
- Augen sehen
- Hey Ralph
- Ich mach nicht mehr mit
- Dann ohne mich
- Das Dorf war L.A.
- Saccharine Smile
- Stop the Clocks
- Problem kein Problem
- Kometen
- Traurige Roboter
- Wake the Dogs
- Whatever Happened to the 80s
- Endlich irgendwo
Zugabe:
- Geschichten vom Boden
- Längst noch nicht vorbei
- Kaputt
- Eine letzte letzte Runde
Zugabe 2:
- We’re Not Gonna Take It
- So Long
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Donots – Abend Konzert
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