
© Francesso Marras
Geschrieben von: Johannes (Jojo) Knopp
Band: Francesso Marras
Album: Out Of The Fire
Genre: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Hell Tour Productions
Veröffentlichung: 21.02.2025
„Francesco Marras“, bekannt als begnadeter Gitarrist der legendären Tygers of Pan Tang, präsentiert mit „Out Of The Fire“ sein neuestes Solowerk. Ob es die Grenzen von Hard Rock und Heavy Metal neu auslotet, werden wir in Kürze wissen.
Das neue Album „Out of the Fire“ bietet eine spannende Mischung aus Hard Rock und Heavy Metal mit einem hohen Qualitätsniveau. Das Album wird durch die Beiträge zahlreicher Gastmusiker bereichert. Die beeindruckende Riege an Gastsängern, darunter Gianni Pontillo (Victory) und David Readman (Pink Cream 69) bringen jeder, seine eigene Farbe in die Songs, was die Vielseitigkeit des Albums unterstreicht.
Als energiegeladen beginnt „Carniaval Of Darkness“ mit einem klassischen Touch. Gianni Pontillo (Victory) liefert beeindruckende Vocals, und das Solo ist ein fantastisches Beispiel für neoklassisches Gitarrenspiel. Der Text behandelt das Thema, mit den inneren Kämpfen und der Konfrontation mit den dunklen Seiten des Lebens auseinanderzusetzen. Die Metapher eines „Karnevals der Dunkelheit“ könnte für die chaotischen und oft überwältigenden Herausforderungen stehen, denen wir uns stellen müssen. Der Text vermittelt eine düstere, aber auch reflektierende Stimmung, die durch die kraftvolle Musik verstärkt wird. Ein starker Auftakt ist es allemal.
Der Titeltrack „Out Of The Fire“ kombiniert akustische und elektrische Gitarren mit einer melancholischen, melodischen Dunkelheit. Ein echtes Highlight. Marras‘ Gitarrenspiel ist nicht nur technisch beeindruckend, sondern auch emotional tiefgreifend. Hier liegt der Fokus auf dem Gefühl der Verlorenheit und der Suche nach einem Sinn oder einer Richtung im Leben. Der Song könnte als eine Art Hymne für diejenigen verstanden werden, die sich in schwierigen Zeiten befinden, aber dennoch Hoffnung und Stärke finden wollen. Die melancholische Melodie unterstreicht die emotionale Botschaft des Textes.
„Lost Souls“ erinnert an das Beste von Whitesnake und ähnlichen Bands. David Readman (Pink Cream 69) glänzt mit kraftvollen Vocals, und die Gitarrenarbeit ist virtuos und lebendig. Elemente von Bands wie Whitesnake und Rainbow scheinen sich hier wieder gefunden zu haben, ohne jedoch altmodisch zu wirken. Es gelingt Marras, klassische Hard-Rock-Einflüsse mit einer modernen Produktion zu verbinden.
Die Struktur von „Through my Veins“ ist sorgfältig durchdacht. Es gibt einen klaren Aufbau, der von leisen, gefühlvollen Momenten zu intensiven, energiegeladenen Passagen führt. Marras‘ Gitarrensoli in diesem Stück sind technisch brillant und voller Emotionen, was den Hörer tief in die musikalische Erzählung hineinzieht. Die Kombination aus akustischen und elektrischen Elementen verleiht dem Song eine besondere Vielschichtigkeit.
Kraftvoll und mit treibenden Riffs wird bei „Rise from the Ashes“ die dynamische Gitarrenarbeit vorangetrieben und ein inspirierendes Thema von Wiedergeburt und Stärke dargebracht.
„Cyber Lust“ (feat. Jacopo Meille) hat einen modernen Touch und thematisiert die Herausforderungen und Versuchungen der digitalen Welt. Jacopo Meilles Stimme verleiht dem Song eine besondere Intensität.
Das energiegeladene „Code Red“ verbreitet spürbar einen Hauch von Dramatik, denn die Gitarrenriffs sind aggressiv und prägnant, was den Song zu einem Highlight macht.
„Soldiers of the Light“ (feat. Daniele Ledda) ist ein hymnischer Track, der mit seinen kraftvollen Vocals und einem epischen Refrain beeindruckt. Thematisch geht es um Hoffnung und den Kampf für das Gute.
Mit einer ruhigeren Atmosphäre und emotionalen Melodien überzeugt „Here and Now“ als eher introspektiver Song und „More than Life“ beendet das Album mit einer gefühlvollen Ballade, die mit tiefgründigen Texten und einem ausdrucksstarken Gitarrensolo glänzt.
„Out of the Fire“ enthält meines Erachtens viel Licht, aber auch Schatten, denn es fehlen letzten Endes immer die kleinen bahnbrechenden Innovationen, um es zu einem herausragenden Album werden zu lassen. Wer aber auf epische Gitarrensoli, tiefgründige Texte und eine Hommage an den klassischen Rock sucht, der mit Elementen von Whitesnake und Rainbow gespickt ist, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Deshalb bekommt „Out Of The Fire“ von mir eine 7,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01 Carnival Of Darkness
02 Out Of The Fire
03 Lost Souls
04 Through My Veins
05 Rise From The Ashes
06 Cyber Lust
07 Code Red
08 Soldiers Of The Light
09 Here And Now
10 More Than Life
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