
© Nightsteel
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Nightsteel
Album: Nightsteel
Genre: Heavy Metal
Plattenfirma: Cosmic Fire Records
Veröffentlichung: 11.04.2025
„Nightsteel“ ist das gleichnamige Debütalbum der griechischen Heavy/Power-Metaller NIGHTSTEEL. Alles begann 2022 mit einer Idee des Songwriters und Bassisten Bill Sam. Während er an einigen alten Demosongs und neuen Songs arbeitete, bat er seinen Freund und Schlagzeuger Mike Foudotos, der Band beizutreten und das Projekt auf die nächste Stufe zu heben. Nachdem er zunächst mit einigen lokalen Sängern zusammengearbeitet hatte, beschloss Bill, einen Schritt weiter zu gehen und mit einigen der bekanntesten und aufstrebendsten Sänger der Metal-Szene zu kollaborieren. Er kontaktierte zunächst Travis Wills (Crimson Glory, Infidel Rising), der von den Songs begeistert war und sich bereit erklärte, auf dem Album zu singen. Leider konnte Travis aufgrund seines vollen Aufnahme- und Tourplans nicht alle Songs fertigstellen, sodass Bill zusätzlich Craig Cairns (Tailgunner, ex Induction), Rob Lundgren (Reveal, Mystery Moon) und Mauro Elias für die restlichen Songs engagierte. Zudem erklärte sich der virtuose Gitarrist Igor Paspalj (Gitarrist des Jahres 2020 der Zeitschriften Guitar World und Guitar Player) bereit, auf zwei Songs Solos zu spielen.
Das Ergebnis kann sich wahrlich hören lassen. Das griechisch-internationale Konglomerat zelebriert auf seinem gleichnamigen Debüt zehn/elf Tracks, die irgendwo zwischen klassischem und Power Metal anzusiedeln sind. Vor allem die unterschiedlichen Sänger machen meiner Meinung nach den Reiz dieses Albums aus, denn während Travis Willis oder Mauro Elias eher der Kategorie eines Mike Livas oder Geoff Tate einzuordnen sind, deckt Tailgunner Frontmann eher den hard rockenden Part ab, was sich auch in den von ihm vorgetragenen Stücken „Eternal Fight“ und „Win Or Loose“ niederschlägt, die weniger mit Vehement sondern vielmehr mit einer gewissen Leichtigkeit aufwarten. Gleiches gilt im Übrigen für den Midtempo Rocker „Panagioti“ sowie der Ballade „Whispers Of The Heart“.
Den Kontrast dazu bilden die übrigen Songs des Albums, vor allem die ersten drei Tracks kommen mit einer enormen Wucht und hohem Tempo daher, gepaart mit exzellenten Double Leads sowie einem großartig aufgelegten Travis Willis dürften diese Nummern das Herz eines jeden Power Metal Jüngers höher schlagen lassen. Etwas sperriger hingegen kommt „Warlord’s Betrayal“ daher, denn obwohl der wechselhafte Track vor allem auf instrumentaler Ebene überzeugt, tun sich die Hooks ein wenig schwerer, sie festzuhaken. Mein persönliches Highlight ist „Damned Sorrows“, ein vorwärts-treibender Metal Song mit einer sich sofort einbrennenden Melodielinie, der keine Wünsche offen lässt und nach Dauerrotation schreit. Die CD-Version enthält übrigens mit „Carry On“ einen sehr interessanten Bonus Track, der zwar kein Cover des Manowar Klassikers ist, aber dennoch stark vom Sound von Joey DeMaio & Co. inspiriert zu sein scheint.
Unter Strich ist „Nightsteel“ ein großartiges Debüt, das ich Fans von Bands wie Rhodium, The Silent Rage oder Stormburner ebenso empfehlen kann wie altgedienten Priest, Metal Church oder frühen Helloween Sympathisanten.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Nightsteel (feat. Travis Wills)
- Darkness Reigns (feat. Travis Wills)
- Screams Of Agony (feat. Travis Wills
- Warlord’s Betrayal (feat. Travis Wills)
- Whispers Of The Heart (feat. Rob Lundgren & Igor Paspalj)
- Eternal Fight (feat. Craig Cairns)
- Calm Lake (feat. Mauro Elias)
- Win Or Lose (feat. Craig Cairns)
- Panagioti (feat. Mauro Elias)
- Damned Sorrows (feat. Mauro Elias)
- Carry On (feat. Travis Wills & Igor Paspalj) [CD Bonus Track]
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